17. Sept. 2022 – Weg von Märstetten nach Münchwilen

von Angelika Hankele

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veröffentlicht am 17. September 2022

Nach einer kühlen Nacht (im Schlafsack mit 2 Wolldecken) habe ich mich auf einen heißen Kaffee gefreut. Die Pilgerunterkunft war ein Erlebnis, im 18. Jahrhundert gebaut mit sehr geräuschvollen Holzböden. Das ist Nachhaltigkeit! Bei der nächsten Bäckerei gleich mein Tagesmotto umgesetzt (siehe Bild) Ein traumhaftes Frühstück genossen. Heute war ich früh unterwegs, kurz nach 8.00 Uhr schon auf der Piste mit frischen 9 Grad! Nach 3 Minuten Weg kam schon der erste Schauer, das ging heute den ganzen Tag so weiter. Wind, Sonne und kräftige Regengüsse wechselnden sich ab. Ich bin sehr dankbar für meine warme und regendichte Kleidung. Was mich am Wandern so begeistert sind Freiheit und Abwechslung. Nach jeder Biegung kommen neue Eindrücke auf mich zu und ich kann jederzeit entscheiden, wie weit ich gehe, wann ich Pause mache und wo ich übernachten möchte. Das gefällt mir sehr gut. Heute hatte ich ein wunderbares Erlebnis mit meiner ersten Pause. Mein Magen knurrte und ich wollte ein Brot essen. Bei der nächsten Bank war klar, hier bleibe ich. Da schwarze Wolken drohten, wollte ich kurz im Stehen meinen Imbiss essen. Gerade als ich den ersten Bissen nahm, kam die Sonne 🌞 raus. Die nächsten 10 Minuten konnte ich warm und trocken verbringen. Dann kamen wieder Wolken. Das hat mich fasziniert und sehr gefreut. Der Weg ging heute an viele Wiesen, kleinen Landstraßen und Bauernhöfen vorbei. Viele schöne Fachwerkhäuser haben mich begeistert. In Münchwilen, nach 21 km, habe ich mich für ein Hotel entschieden und freue mich auf eine heiße Dusche.